Lärmschutz in Bad Soden-Salmünster wieder auf der Tagesordnung

Die Fraktionen der SPD und GWL haben das Thema Lärmschutz an der A 66 im Bereich der Ortsdurchfahrt Bad Soden-Salmünster erneut auf die Tagesordnung der Stadtverordnetenversammlung setzen lassen. In einem Antrag fordern sie das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung auf, endlich einen verbindlichen Termin für eine erneute Untersuchung und Bewertung der Verkehrszahlen auf der A
66 zu nennen. „Die letzte Verkehrsmengenkarte stammt aus dem Jahr 2010.
Durch den Lückenschluss am Tunnel Neuhof und den allgemeinen Anstieg der Verkehrsmenge ist seitdem der von den Bürgern wahrgenommene Lärm massiv angestiegen. Wir erwarten, dass das Ministerium mit Verkehrsminister Tarek Al-Wazir an der Spitze uns mit dieser Situation nicht allein lässt, sondern endlich wie zugesagt reagiert“, erläutert GWL-Fraktionsvorsitzender Hans-Georg Schießer den gestellten Antrag.
„Historisch gesehen war das Kinzigtal, gelegen an der Frankfurt-Leipziger Handelsstraße, der „Via Regia“, immer Verkehrsschwerpunkt und profitiert davon natürlich auch. Dabei ist es nur recht und billig, dass für Bürger, die in besonderem Maß Lasten für die Allgemeinheit tragen, auch Maßnahmen zu deren Abmilderung ergriffen werden“, unterstützt der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Tobias Müller.
SPD-Fraktionsvorsitzender Frank Kleespies ergänzt: „Unseren Vorschlag einer Geschwindigkeitsbeschränkung im Bereich der Ortsdurchfahrt Bad Soden-Salmünster, wie es vielerorts eingerichtet ist, hat das Ministerium wiederholt abgelehnt. Ein Minister, der mit dem Anspruch angetreten ist, sich konsequent gegen Verkehrslärm einzusetzen und nachhaltige und umweltverträgliche Mobilität als Ziel ausgibt, muss aber bereit sein, die Realität anzuerkennen und objektive und aktuelle Grundlagen für Maßnahmen gegen Verkehrslärm zu schaffen.“